Babyfotos: 6 Tipps vom Profi

So werden eure Babyfotos für Geburtskarten noch bezaubernder!


Ihr habt noch Schwierigkeiten damit, die schönsten Familienmomente mit der Kamera richtig festzuhalten? Dann verrät euch Leni Moretti ein paar Tipps und Tricks wie eure Fotos im handumdrehen zu richtig schönen Momentaufnahmen werden. 

Geburtskarten: 5 Tipps für schöne Babyfotos

Wir sind schon seit langem große Fans von Leni Moretti und durften uns gerade vor kurzem über eine wunderschöne Zusammenarbeit mit ihr freuen. Die Familien- und Babyfotografin aus Berlin macht nicht einfach nur Bilder. Sie erzählt Geschichten aus dem Leben von Familien. Und genau eine dieser wunderschönen Geschichten schmückt nicht nur diesen Blogartikel, sondern auch seit neuestem einige Geburtskarten, Dankeskarten und Poster auf unserer Website.

 

Wir wollten wissen wie Leni diese absolut intimen und emotionalen Momentaufnahmen hinbekommt und haben ihr deshalb ein paar Fragen gestellt, die sie netterweise für uns und euch beantwortet hat!

 

Gibt es einen idealen Zeitpunkt für Babyfotos?

 

Wenn ich nach dem idealen Zeitpunkt für Babyfotos gefragt werde, sage ich immer, dass man in jedem Monat schöne Familienbilder machen kann, egal ob im 1. Monat, 4. Monat oder 10. Monat. Entscheidend ist, was der Familie wichtig ist. Möchten sie den Zauber des Anfangs festhalten, wenn ihr Neugeborenes noch ganz winzig und zart ist? Oder lieber den Alltag mit einem pausbäckigen, lachenden vier Monate alten Baby? Oder doch lieber die Zeit, wenn die Kleinen schon sitzen und krabbeln können? Manche Familien besuche ich im ersten Jahr sogar drei Mal, da sich die Babys in dieser Zeit rasend schnell verändern. So haben sie unvergessliche Erinnerungen an diese erste Zeit mit ihrem Kind. Wenn ich eine Familie in ihrem Zuhause für ein Neugeborenenshooting besuche, mache ich das gerne, wenn die Babys 2 oder 3 Wochen alt sind. Das sind die Eltern schon etwas in ihrem neuen Alltag als Familie angekommen und man kann wunderbar innige Alltagsmomente beim Wickeln, Stillen und Kuscheln einfangen.

 

Geburtstakrten: Wie viel Licht braucht es für die Fotos?

Wie wähle ich den besten Platz für das Babyshooting Zuhause?

 

Ich mache die Fotos in der Regel dort, wo wir im Zuhause der Familie das meiste Licht haben, da ich Homestorys ausschließlich mit natürlichem Tageslicht fotografiere. Oft fangen wir im Schlafzimmer an und bewegen uns im Laufe des Shootings durch die Wohnung, da ich für die Familie möglichst authentisch ein Stückchen Alltag festhalten möchte. Ich bitte die Familien, helle Bettwäsche auf das Bett zu ziehen oder eine weiße/beige Decke ohne Muster über das Bett zu legen. Das schafft schönes weiches Licht für die Babyporträts und man hat einen neutralen Hintergrund, der nicht vom Baby ablenkt.

Zu welcher Tageszeit mache ich die Fotos am besten?

 

Babyfotos mache ich gerne vormittags, weil Babys nach meiner Erfahrung hier besser drauf sind, als nachmittags. Gerade Neugeborene haben mit fortschreitender Tageszeit immer mehr Reize zu verarbeiten und sind morgens meistens ruhiger. Bei Neugeborenenshootings schaue ich, dass wir das Baby so wenig wie möglich bewegen. Wenn einer der Eltern das Baby im Arm hält und es sich dort wohl fühlt, wird es dort - in genau dieser Position - erstmal eine Weile bleiben. So kann ich ganz in Ruhe Nahaufnahmen, innige Familienmomente zu Zweit, im Stehen und Sitzen sowie Familienportraits mit der ganzen Familie machen, ohne dem Baby zu viel Stress zuzumuten.

Geburt: Tipps für Babyfotos - Tageszeit
Geburtskarten Babyfotos: Tipps vom Profi

Wie sollte man Baby und Familie kleiden? Gibt es hier Tipps?

 

Schön sieht es aus, wenn man als Familie farblich etwas abgestimmt ist und einfarbige Sachen trägt. Bei Neugeborenenfotos empfehle ich immer zurückhaltende Farben (zB. Pastell- und Beigetöne), da das Outfit sonst zu sehr vom Baby ablenkt. Wenn die Babys schon etwas größer sind, sieht ein Farbtupfer im Outfit immer toll aus, ein gelber Strampler oder eine grüne Babyhose zum Beispiel. Helle Outfits machen sich beim Babyshooting besser, als dunkle Sachen, da diese Fussel anziehen. Von großen Logos und auffälligen Mustern rate ich gerne ab, vom Partnerlook übrigens auch!

Welche Art von Kamera sollte man verwenden?

 

Die meisten digitalen Kameras machen heute hochauflösende Fotos. Wichtig ist die Bildqualität- und größe, mit der das Foto aufgenommen wird. Beides kann man im Kamera-Menü bei den Grundeinstellungen anpassen. Hier wählt man am besten eine hohe Bildqualität (JPG Fine) und die Bildgröße “L” (Groß), damit man seine Fotos nicht nur für Babykarten und Fotoalben, sondern auch für Leinwände nutzen kann. Aber noch ein weiterer Punkt ist ganz wichtig: Die Fotos sollten eine Auflösung von 300 dpi haben. Damit erzielt man die besten Ergebnisse beim Druck, auch bei größeren Formaten. Manche Kameras geben ihre Bilder aber nur mit 72 dpi aus. Die Auflösung kann man in kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen wie Gimp aber ganz unkompliziert anpassen. Druckt man Fotos mit einer zu geringen Auflösung, können sie gedruckt unscharf aussehen. Die Bilder heutiger Handys (ca. 8 Megapixel) kann man in guter Qualität bis zur Größe einer DIN A4-Seite drucken lassen. Beim 4 Megapixel reicht es dagegen nur bis zur Hälfte, also DIN A5. Auch hier ist es wichtig, dass die Fotos eine Auflösung von 300 dpi haben.

 

Und wenn man selber zu Hause ein paar schöne Fotos von seinem Baby machen möchte?

 

Für Fotos braucht man vor allem eins: Viel Licht! Babys also so nah wie möglich am Fenster oder draußen im Schatten fotografieren, das klappt meistens wunderbar im Automatik-Modus. Möchte man kleine Details, wie Babyfüße, festhalten und den Hintergrund verschwimmen lassen, nimmt man am besten die Zeitautomatik (A oder Av) und eine kleine Blendenzahl, zum Beispiel Blende f/2.5. In meinem Online-Fotokurs für Eltern zeige ich Dir in nur einem Monat einfach und verständlich, wie Du drinnen und draussen mit natürlichem Licht fantastische Kinderfotos machst. Damit Du die wertvollen Alltagsmomente mit Deiner Familie endlich so festhalten kannst, wie Du sie siehst und fühlst.

 

Leni Moretti, Baby- und Familienfotografin aus Berlin, macht nicht einfach nur Bilder. Sie erzählt Geschichten aus dem Leben von Familien. Und wenn Leni mal nicht fotografiert, gibt sie Eltern auf ihrem Foto-Blog tolle Tipps für schöne Kinderfotos im Familienalltag. 

 

 

Len Moretti Blog: www.lenimoretti.com/blog

Leni Moretti Website: www.lenimoretti.com

Fotos des Familienshooting: ©Leni Moretti

Foto von Leni Moretti: ©Christian Manthey

Familien- und Babyfotografin Leni Loretti